Neuer Blog vom 8.10.2021

 

Unternehmensnachfolge wird oft aus oder mit der Brille des Abgebenden betrachtet. Was kann der abgebende Unternehmer tun, um die Nachfolge gut vorzubereiten und diesen Plan auch erfolgreich umzusetzen? Damit sind die Aufgaben fest umrissen, um die es bei der Nachfolge geht. Aber es sind in erster Linie die Aufgaben des abgebenden Unternehmers.

Der potentielle Nachfolger wird insofern nur betrachtet, ob er die benötigten Eigenschaften das Unternehmen zu führen, mit sich bringt und im Falle einer entgeltlichen Übergabe, ob er in der Lage ist den verlangten Kaufpreis zu finanzieren. Seine Ziele interessieren zum Zeitpunkt dieser Nachfolge im Allgemeinen keinen. Doch gerade zum Zeitpunkt der Übergabe ist es äußerst wichtig auch die Person des Nachfolgers zu betrachten.

Ist er verheiratet? Welchen Güterstand hat er vereinbart? Hat er (minderjährige) Kinder?

Welchen Bedarf zur Deckung seines Lebensunterhalts benötigt er? Wie kann er Vermögen aufbauen?

Das sind alles Fragen, die nicht nur rechtlich geklärt werden müssen, sondern die auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten beantwortet werden sollten.

Es geht nicht nur darum das Unternehmen, sich und die Familie rechtlch abzusichern, vielmehr auch darum, eine wirtschaftlich gesunde Grundlage zu schaffen und unter den besten Bedingungen persönliches Vermögen aufzubauen.

Dabei ist der lange Planungs- und Gestaltungshorizont positiv einzubeziehen. Ein junger Nachfolger sprach zu mir von einer voraussichtlichen Unternehmenstätigkeit von 40 Jahren, nicht nur von 30.

Welche Möglichkeiten sowohl das Unternehmen im Werte zu steigern als auch persönliches Vermögen aufzubauen! Dabei sind auch rechtliche Fragen wie Rechtsform sowohl des Unternehmens als auch des privaten  Vermögens und vor allem steuerliche Unterschiede wie
Steuersätze und die Besteuerung einzelner Steuersachverhalte einzubeziehen! Stellen Sie sich vor, es gelänge jedes Jahr durch Ausnutzung steuerlicher Unterschiede Euro 10.000 mehr zu erwirtschaften, welche Summe ergibt das nach 40 Jahren, erst Recht unter Ausnutzung von Nachfolgeinvestitionen und Zinseszinsen!

Festzuhalten ist also, dass auch und gerade bei der Nachfolge Aspekte der weiteren Nachfolge zu berücksichtigen sind wie Steigerung des Unternehmenswerts und Aufbau von persönlichem Vermögen auch und gerade unter steuerlichen Gesichtspunkten.