Neuer Blog vom 20.10.2021   Unternehmenswertsteigerung an Beispielen

 

Wir haben in den letzten Beiträgen über die Möglichkeiten zu Unternehmenswertsteigerungen gesprochen, die durch eine Umstrukturierung der Tätigkeiten des Unternehmers erfolgen können.

Dazu ein Beispiel:

Der Unternehmer erkennt, dass er im Monat rd. 16 Stunden mit Arbeiten verbringt, die unnötig sind und ohne weiteres entweder wegfallen können oder abgegeben werden können. Durch Nachdenken und durch Delegation bzw. Aufgabe von Tätigkeiten gelingt es ihm, den Gewinn des Unternehmens pro Stunde um 100 Euro zu steigern. Auf einen Monat umgerechnet erhöht sich der Unternehmensgewinn um Euro 1.600. Auf das ganze Jahr gesehen beläuft sich die Gewinnsteigerung auf Euro 19.000.

Egal ob diese Gewinnerhöhung als hoch angesehen wird oder nicht, wenn wir diesen Mehrgewinn in eine Steigerung des Unternehmenswerts umrechnen, erhalten wr ganz andere Zahlen.

Verwenden wir das vereinfachte Ertragswertverfahren nach dem steuerlichen Bewertungsgesetz, dann errechnen wir die Steigerung des Werts durch Anwendung eines Vervielfältigers von rd. 13 auf die Gewinnsteigerung. Das ergibt grob gerechnet einen Wert von einer Viertelmillion Euro. Also schon eine gewaltige Zahl! Das bedeutet, eine nachhaltige Gewinnsteigerung von monatlich Euro 1.600 führt zu einer Steigerung des Unternehmenswerts um Euro 250.000!

Wie kann das passieren? Dazu wieder ein Beispiel. Unser Unternehmer ist wiederum geplagt von viel Arbeit, Stress und Druck. Ein Problem drückt ihn besonders. Das Unternehmen muss viel Garantie- und Gewährleistungsarbeiten verrichten, die natürlich zulasten des Gewinns gehen. Der Unternehmer verschafft sich Zeit, indem er unnötige Aufgaben abgibt oder ganz sein lässt. Dadurch gelingt es ihm, sich vollständig dieser neuen Aufgabe zu widmen und und letztendlich auch zu lösen. Durch Feststellen der neuen Gewährleistungsrate kann er den neuen Gewinn ermitteln und damit auch den neuen Unternehmenswert! Geschafft!