Neuer Blog vom 10.1.2022 Unternehmensnachfolge ausstehende Teile des Kaufpreises

Bei allen Übertragungen von Unternehmen ist immer von Bedeutung, dass der abgebende Unternehmer finanziell abgesichert ist. Wird bei einer entgeltlichen Veräußerung der Vertrag durch eine Bank oder ein anderes Kreditinstitut abgewickelt, so erhält der Veräußerer auch den vollen Kaufpreis und kann dadurch seinen Lebensunterhalt sicherstellen. Selbst wenn der Übernehmer später insolvent werden würde, bleibt im Allgemeinen die Veräußerung des Unternehmens unangetastet vom Schicksal des Unternehmens unberührt.

Was anderes ist der Verkauf in Raten oder eine Übertragung des Unternehmens gegen Leibrente oder dauernde Last. Kommt der Nachfolger mit seiner Zahlungsverpflichtung in Verzug oder kann sie nicht mehr erfüllen, so ist der übergebende Unternehmer unmittelbar davon betroffen und seine Existenz womöglich gefährdet.

Darum ist Vorsicht geboten, bei Verträgen, in denen die Zahlung des Kaufpreises bei Übertragung des Unternehmens noch nicht vollständig erfüllt ist, also bei Kaufpreisraten, Leibrenten oder dauernde Last! Aus Sicht des abgebenden Unternehmers ist immer die Frage zu beantworten, ob sein Lebensunterhalt auch ohne die ausstehenden Beträge aus dem Übertragungsvertrag gesichert ist. Wenn nicht, kann das für ihn gefährlich werden, wenn keine Lösungen gefunden werden.