Neuer Block vom 17.10.2021 – „keine Zeit“, der beliebteste Satz der Unternehmer

Dass Unternehmer keine Zeit haben, dass die dies auch gerne verkünden, darüber habe ich schon mehrmals gesprochen. Dieses „keine Zeit haben“ ist vor allem dann der Fall, wenn sie sich um etwas kümmern sollen oder sollten und sie dies nicht einsehen (wollen). Das heißt dieser neuen Aufgabe messen sie keinerlei Priorität zu, weil es zu ihrer Einstellung, zu ihrem Tagesablauf nicht passt, oder aus anderen Gründen ihnen irgendwie unangenehm erscheint.

Dass sind oft Situationen, in denen sie sich mit Fragen der zukünftigen Arbeit beschäftigen oder mit strategischen Aufgaben befassen sollten aber es nicht wollen. Alles was den täglichen Ablauf stört oder nicht in die tägliche Arbeit also in die Routine passt, wird verschoben oder gar nicht behandelt.

Aber wie in vielen Beispielen,  wie im Fall des Waldarbeiters, der müde mit seiner stumpfen Säge mit seiner Arbeit nicht vorankommt, aber keine Zeit hat sich auszuruhen oder seine Säge zu schärfen – „ er hat ja keine Zeit, er muss ja arbeiten“, ergeht es dem Unternehmer. Anstatt sich zu fragen, „wie schaffe ich mir Zeit, um wichtige liegengebliebene Aufgaben anzugehen“, verschiebt er diese Tätigkeiten auf die fernere Zukunft mit der (oft nicht eintretenden) Erwartung, in zwei, drei Wochen wäre es besser. Doch warum nicht einfach sagen, „ich will erkennen, ob ich mir zusätzliche Zeit verschaffen kann, indem ich Aufgaben ganz sein lasse, abgeben und oder delegieren kann“.

Aus dieser Erkenntnis heraus kann der Unternehmer sich fragen, was er mit der so gewonnenen Zeit anfangen will, welche wichtige Aufgaben er jetzt anpacken kann.

Wie man diese Aufgabe „Zeit gewinnen, Erkenntnisse über abzugebende Aufgaben“ angehen kann, schlage ich zwei Möglichkeiten vor.

  1. Der Unternehmer lässt Alltagsaufgaben einmal Alltagsaufgaben sein und fängt aus der Erinnerung an, welche Art von Tätigkeiten er in den letzten z.B. sechs Monaten gemacht hat, versucht den zeitlichen Umfang zu schätzen und dann trifft er die Entscheidung Kategorie A: wichtig, muss ich machen,

Kategorie B: nicht ganz so wichtig, kann auch ein anderer machen, also delegieren oder ganz abgeben;

oder Kategorie C: unwichtig, kann wegfallen.

Nun könnte er den jeweiligen Tätigkeiten auch die damit zusammenhängenden Kosten zuordnen und damit auch eine Bewertung insgesamt vornehmen.

Die nächsten Aufgaben wären dann zu bestimmen, welche liegengebliebenen Aufgaben er jetzt angehen will und welchen Nutzen dies mit sich bringt.

  1. Die zweite Möglichkeit ist, die Bestimmung der vom Unternehmer übernommenen Aufgaben in die tägliche Arbeit einzubeziehen und bei jeder Tätigkeit die Kategorie zuordnen und den zeitlichen Umfang zu bestimmen. Dies könnte mit schriftlichen Aufzeichnungen erfolgen, oder noch viel besser als Diktat also als Sprachaufzeichnung, nach jeder erfolgten Tätigkeit, die später zu Papier sprich in den PC gebracht wird.

Bei beiden Möglichkeiten ist es sinnvoll sich der Hilfe von außen zu bedienen. Dabei kann ich mit meinem Team durchaus behilflich sein. Ich bin sicher, auch bei Ihnen finden wir Möglichkeiten der Umstrukturierung und damit die Chance, den Wert Ihres Unternehmens beträchtlich zu erhöhen und gleichzeitig ein Stück mehr Lebensqualität zu erreichen!