Mein täglicher Blog vom 21.1.2021 – Falsche negative Einstellung zur Unternehmensnachfolge

 

In meiner langen Praxis in der Arbeit zur Unternehmensnachfolge ist mir aufgefallen, dass anscheinend wenige Unternehmer ihre Nachfolge rechtzeitig und vor allem nicht gerne machen. Die Gründe sind vielschichtig. Einer fällt immer wieder ins Auge. Der Unternehmer fasst die Nachfolge als Ende auf und vor allem er sieht mit Nachfolge auch immer die Kosten und den Zeitaufwand, die die Planung und Gestaltung mit sich bringen.

Wie ich immer wieder feststelle, verbinden fast alle Unternehmer die Nachfolge nicht mit der Unternehmensführung. Ihre tägliche Arbeit ist nicht darauf gerichtet, die Nachfolge so vorzubereiten, dass die Übergabe in der Familie oder eine Veräußerung des Unternehmens zum höchsten Wert bzw. Preis erfolgt. Sondern sie trennen Unternehmensführung von der Planung und Gesr´taltung der Nachfolge.

Als nächstes spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Der Unternehmer empfindet, dass er immer unter Zeitmangel leidet und deshalb Tätigkeiten, auch wenn sie wichtig sind, hinausschiebt.

Dagegen ist folgendes zu tun; die bisher vom Unternehmer getätigten Arbeiten sind zu überprüfen, ob sie nicht delegiert oder abgegeben werden können und durch höher wertige Tätigkeiten ersetzt werden. Dadurch können Zeitruck und Stress verringert werden, Qualität verbessert und mehr Einkommen erzielt werden. Auch eine Erhöhung der freien Zeit ist möglich. Mit anderen Worten der Unternehmer kann den Unternehmenswert steigern und für sich Zusatznutzen generieren. Also, Vorbereitung und Gestaltung der Nachfolge können auch weitere positiven Effekte mit sich bringen.

Neben einer gelungenen Nachfolgelösung erhält der Unternehmer weiteren zusätzlichen Nutzen.

Dies wird im Allgemeinen nicht nur von den Unternehmern übersehen, sondern auch von vielen Beratern.