Mein täglicher Blog vom 14.1.2021 – Unternehmensnachfolge, der manchmal falsch verstandene Begriff

Im Deutschen können wir nahezu beliebig Hauptwörter miteinander kombinieren, und es kommen fast immer sinnvolle neue Begriffe zustande. Manchmal ergibt die neue Kombination aber einen Begriff, der etwas anderes beinhaltet als ähnliche. Wir kennen Kirschkuchen, Erdbeerkuchen und Pflaumenkuchen. Alles drei leckere Köstlicheiten. Aber im Gegensatz dazu ist ein Hundekuchen etwas vollkommen anderes; er mag zwar dem Hund schmecken, aber wie er sich zusammensetzt und dass es wohl für uns Menschen nichts ist, ist etwas vollkommen anderes.

So ähnlich ist es auch mit dem Begriff Unternehmensnachfolge. Dieser Begriff hat sich stark eingebürgert. Er kann für die Nachfolge des Unternehmers im Unternehmen stehen, aber man könnte auch darunter die Nachfolgeschaft nach einem Unternehmen begreifen.

Ich verstehe unter diesem Begriff die Nachfolge im Unternehmen, wenn der bisherige Unternehmer aus dem Unternehmen ausscheidet, sei es durch Erbschaft oder Schenkung oder durch einen Verkauf. Das Unternehmen bleibt das Gleiche, bloß mit einem anderen Geschäftsführer oder Gesellschafter.

Die andere Begriffsbestimmung könnte die Nachfolge nach einem Unternehmen sein, also ein Unternehmen tritt die Nachfolge eines anderen Unternehmens an. Nun könnte man dies Haarspalterei bezeichnen. Doch auch wenn die meisten Menschen oder Unternehmer dem ersten Begriff zustimmen würden, also ein bestehendes Unternehmen braucht als Unternehmer einen Nachfolger, so verhalten sie sich oft, als wenn das Unternehmen beendet wird und ein neues Unternehmen beginnt.

Das führt dazu, dass die Bereitschaft ein hochwertiges Unternehmen zu erhalten und auf einen Nachfolger zu übertragen, nicht vorhanden ist, der bisherige Unternehehmer nicht dazu beiträgt alles für den Aufbau eines qualitativ hochwertigen Unternehmens zu tun und alle Widrigkeiten sowohl im Unternehmen als auch in der Familie zu beseitigen. Denn, wenn das der Fall wäre, würde jeder Unternehmer sein Unternehmen früher und vor allem besser auf die Nachfolge vorbereiten.

Da dies aber immer noch längst nicht der Fall ist, bedarf es eines Umdenkens. Der Unternehmer sollte sich darüber im Klaren sein, dass er seinem Unternehmen schadet, wenn er nicht alles für eine Wertverbesserung des Unternehmens, für Aufbau seines persönlichen Vermögens und für eine positive Einbeziehung seiner Familie tut!